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Weinviertler Erdaepfel, ©Rita Newman/BMLFUW
Mostviertler Schofkas, ©Rita Newman/BMLFUW
Genuss-Offensive: Start der Genuss-Akademie in Wien PDF Drucken E-Mail
Presse

Gottfried A. Gansterer und Teilnehmer, ©Martin Gnedt

13. Juni 2006

Im Rahmen der Genuss-Offensive von LW-Ministerium, AMA Marketing und des Kuratoriums Kulinarisches Erbe startet nun die Genussakademie

Der aktuelle Trend im Einkaufsverhalten von Konsumenten zeigt zunehmende Orientierungslosigkeit für eine bewusste Lebensmittelauswahl und Qualitätsdifferenzierung. Fehlendes Hintergrundwissen und die Entfremdung vom Ursprung der Produktion von Lebensmitteln führt zum Verlust an Ernährungskultur.

Gottfried A. Gansterer & Bettina Brandtner, ©Martin Gnedt

Als Gegenstrategie wurde die Genuss-Akademie ins Leben gerufen. Sie hat zum Ziel, einen Prozess der Bewusstseinsbildung und der Auseinandersetzung mit österreichischen Lebensmitteln, ihren regionalen Eigenarten, spezifischen Qualitäten und historischen Wurzeln in Gang zu setzen sowie die Wertschätzung für Lebensmittel zu heben.

Akademieinhalte:

Die Vertiefung des theoretischen Wissens über regionale Lebensmittel führt von der agrarischen Ausgangsproduktion bis zur Bereitung  typischer Speisen. Bei den landwirtschaftlichen Ausgangsprodukten wie Milch, Fleisch, Gemüse, Obst und Getreide wird der Fokus speziell auf Qualität, Herkunft, Vielfalt und Sicherheit gelegt. Dabei kommt dem Erkennen der Qualitätskriterien am frischen Ausgangsprodukt eine besondere Bedeutung zu.

Die Erhaltung der sensorischen Kompetenz von Produzenten und Konsumenten wird in Form von Geschmacksschulung gefördert, um die bewusste Wahrnehmung von spezifischen Produkten und Qualitäten und damit die Genussfähigkeit zu schulen.

Die praktische Umsetzung und die Kreativität bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie der Zubereitung von Speisen wird gefordert und gefördert.

Die spezifische kulinarische Kultur und das entsprechende know how helfen das Bewusstsein für die Spezialitäten des Landes zu vertiefen und die kulinarische Sprache weiterzuentwickeln. Speisen und Gerichte wie Gulaschsuppe, Wiener Schnitzel, Kärntner Kasnudeln, Kalbsbeuschel, Waldviertler Knödel, Bregenzerwälder Käsknöpfle, Ritschert, Polsterzipf etc., also Gerichte mit Geschichte, sind untrennbar mit unserer Kultur verbunden.

Abendkurse: Kulinarische Kurz-Streifzüge in Wien

„Gekochtes vom Rind”, „Schnelle Küche mit Schweinefleisch”, „die Entdeckung der kulinarischen Käse-Vielfalt” und „die kulinarischen Frühlingsboten wie Spargel, Schinken und Erdäpfelraritäten” sind Seminarschwerpunkte. Gelehrt wird an Abenden zwischen 18:00 Uhr und 22:00 Uhr, etwa 3 bis 4 Mal monatlich. Im Zuge von Gegenverkostungen wird immer wieder aufgezeigt, welche Auswirkungen die Verwendung z.B. von Produkten unterschiedlicher Rohstoffherkunft oder unterschiedlicher Ver- und Bearbeitung haben kann. Verblüffende Erkenntnisse trifft der Gaumen im direkten Wettbewerb zwischen Bio-Joghurt und Industrie-Joghurt, zwischen Butter und Margarine oder zwischen „Packerl-Suppe” und „echter” Rindsuppe. Gespickt wird das Ganze durch Wissen aus der Ernährungswissenschaft und mit „G´schichten” aus der guten, alten österreichischen Küche. Ort der Wiener Genuss-Akademie ist das Haus der Landwirtschaft in der Schauflergasse. Der Festsaal und seine Nebenräume wurden extra dafür adaptiert.

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