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Wiener Küche

Einflüsse der Kronländer und Königreiche

Im 18. Jahrhundert hatte sich in der Wiener Küche ein Grundstock von Gerichten gebildet (Schmalzgebackenes, Eingemachtes, Köche, Strudel, gekochtes Rindfleisch, Pasteten, Puddinge, Suppen, zahlreiche Mehlspeisen; Braten in vornehmen Haushalten), auf dem die weitere Entwicklung der Kochkunst aufbaute. Mit dem 19. Jahrhundert und der ab 1850  intensiveren Kommunikation drangen immer mehr Gerichte aus Ungarn und den Kronländern in die Wiener Küche ein und begründeten deren Ruf, besonders abwechslungsreich, schmackhaft und nahrhaft zu sein. Allerdings sind die Speisen der Wiener Küche nicht so dickmachend wie ihr Ruf, selbst wenn man zu Rezepten aus alten Kochbüchern greift. Man darf nicht vergessen, dass die Gerichte der Wiener Küche in ihrer Hochblüte für zahlreiche in einem Haushalt lebende Personen zubereitet wurden, was auch die Qualität zahlreicher Speisen hob (Suppen, gekochtes Rindfleisch, Gulasch, Braten etc.). Heute wird in einem Haushalt meist nur für zwei bis vier Personen gekocht.

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Kaisertum Österreich - Österreichisch-Ungarische Monarchie 1815 bis 1918

Der ursprüngliche Kern der Habsburgermonarchie war jenes Gebiet, das Graf Rudolf I. von Habsburg (1218-1291) konsolidieren konnte. Rudolf war der erste römisch-deutsche König aus dem Haus Habsburg und besaß neben den Herzogtümern Österreich und Steiermark auch Kärnten und Krain. Nach der Niederlage des böhmischen Königs Ottokar II. Premysl (um 1232-1278) in der Schlacht bei Dürnkrut auf dem Marchfeld 1278 trat Rudolf auch das Erbe der Babenberger in Böhmen an. Mit geschickter Hausmachts- und Heiratspolitik konnten die Habsburger (ab 1736 das Haus Habsburg-Lothringen) ihr Reich über große Teile Mittel- und Osteuropas ausdehnen. Auch Spanien gehörte bis 1711 zu den habsburgischen Besitzungen; die österreichischen Niederlande, die im spanischen Erbfolgekrieg an die Habsburgerfielen , gingen 1797 im Frieden von Capoformio verloren (die Gebiete umfassen heute ungefähr Belgien und Luxemburg). Mit ihrem vergößerten Territorium hatten die Habsburg-Lothringer großes politisches Gewicht und konnten mit nur einer Unterbrechung (1740-1743) stets den römisch-deutschen Kaiser – als oberste Funktionsträger im so genannten Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation – stellen. Die Belagerung Wiens durch die Osmanen unter Großwesir Kara Mustapha 1683 („Zweite Türkenbelagerung“) und die Erbfolgekriege unter Kaiserin Maria Theresia (1717-1780) bedrohten die Besitzungen der Habsburger, die nun auch Fürstentümer in Italien (Toskana, Lombardei, Modena) besaßen. Auch die Franzosenkriege und die Herrschaft Napoleons (1769-1821) gefährdeten die Herrschaft der Habsburger massiv. Kaiser Franz II. (ab 1804 Franz I. von Österreich; 1768-1835) legte nach Napoleons Besteigung des französischen Kaiserthrons (1804) die römische Kaiserwürde nieder und gründete 1804 das österreichische Erbkaisertum (1804 bis 1806 amtierte er als einziger „Doppelkaiser“ der Weltgeschichte). Im Laufe des 19. Jahrhunderts ging der Großteil der italienischen Besitzungen für das Haus Habsburg verloren, nach der Niederlage gegen Preußen in der Schlacht von Königgrätz 1866 ebenso Teile Schlesiens. Dennoch blieb die Donaumonarchie, in der die Ungarn 1867 durch den Ausgleich größere Unabhängigkeit erlangten, bis 1918 die verfassungsmäßige Klammer für zahlreiche Nationen, die Wichtiges zur Wiener Küche beigetragen haben.

Frühstück

Gabelfrühstück

Mittagessen

Jause/Jour - Tee, Kaffee, Schokolade

Abendessen (Souper)

Fasten-, Mehl-, Erdäpfelspeisen und Gemüse

Nachspeisen

Lieblingsspeisen der Wiener

Wiener Gerichte mit berühmten Namen

Esskulturen

Wiener Küchensprache