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Frühstück

Die erste Mahlzeit des Tages nach dem durch die Nachtruhe bedingten Fasten (vgl. Englisch: breakfast) bestand über Jahrhunderte aus brei- und suppenartigen Gerichten, die je nach dem finanziellen Hintergrund des Haushalts mit weißem Gebäck oder schwarzem Brot genossen wurden. Die Breie waren meist auf Getreide- oder Mehlbasis mit Milch gekocht; auch Bier-, Milch-, Obers- und Weinsuppen wurden gegessen. In den Skizzen von Wien ist 1787 noch vom Biersuppen-Frühstück die Rede.

Erst im 18. Jahrhundert, als sich bei Hof und Adel die neuen Luxusgetränke Tee, Kaffee und Schokolade durchsetzten, änderten sich die Frühstücksgewohnheiten: Jene, die es sich leisten konnten, genossen nun auch diese neuen Getränke und weißes Gebäck. Doch selbst Kaiserin Maria Theresia verordnete ihren Kindern immer noch drei Mal pro Woche Suppen zum Frühstück, um sie nicht zu sehr zu verwöhnen. In manchen ländlichen Gebieten Österreichs war die Frühstückssuppe bis in die 1930er Jahre üblich.

Generell unterscheidet man in Wien zwischen einfachem und vollständigem Frühstück. Das Einfache besteht aus Tee, Kaffee, Schokolade oder Kakao mit weißem Gebäck ohne Butter. Beim kompletten Frühstück kommen noch Butter, Honig und Marmelade dazu. Auch ein weiches Ei kann dabei sein. Im Lauf der Zeit entstand in vielen Haushalten die Gewohnheit, zum Frühstück Gugelhupf, Golatschen, Plundergebäck und diverse Kuchen zu essen.

Wiener Brot und Weißgebäck