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Mittagessen

Ein einfaches bürgerliches Mittagessen in Wien bestand immer aus Suppe, gekochtem Rindfleisch mit Erdäpfeln, diversen Soßen und/oder Gemüse, Braten mit Salat und Kompott (nur am Sonntag) und Mehlspeise. Warum Kompott zum Braten? Kompott gehörte ursprünglich zum Kapitel „Salate“, in dem stets süße und saure angeführt wurden.

Das Mittagessen war die Hauptmahlzeit der Wiener Bürger und wurde zwischen 12 und 13 Uhr eingenommen. Damit unterschied sich das Bürgertum deutlich von Hof und Adel; beide Gesellschaften nahmen das Dîner am späteren Nachmittag als Hauptmahlzeit ein und mittags höchstens ein kleines Déjeuner (z.B. Suppe und zwei Gerichte) oder ein Déjeuner à la fourchette (klare Fleischsuppe, feine Vorgerichte von Austern, Kaviar und Butter, Omeletten, gebratener Fisch, Beefsteaks und Koteletten mit Gemüsen oder Salat, Mehlspeisen, Dessert). Dafür gab es dann häufig das Souper, das nach dem Tee eingenommen wurde.

Der gemeinsame Mittagstisch war zur Zeit der Monarchie Beamten, Geschäftsleuten, Händlern und Handwerkern möglich, weil sie mittags heimgehen konnten oder ihren Arbeitsplatz nahe bei ihrem Wohnbereich hatten. Somit konnten sie täglich gemeinsam mit ihrer Familie speisen. Das gemeinsame Mittagessen hatte auch großes soziales Potential: Aufwendiges Essen bedeutete besondere Zuwendung der Frau an ihre Familie; zusammen essen war ein Teil der Kindererziehung: man vermittelte gutes Benehmen und entsprechenden Umgang mit den kostbaren Speisen.

Back- und Brathuhn

Rindsuppe

Wiener Rindfleisch