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falstaff & Gault&Millau

Statement HBM Andrä Rupprechter zum KULINARISCHEN ERBE ÖSTERREICH

(Wien, 5.12.2016) - "Heute ist ein guter Tag! Dem KULINARISCHEN ERBE ist es gelungen, die zwei wichtigsten Gourmetverlage Österreichs FALSTAFF und GAULT MILLAU zu einer gemeinsamen Präsentation des KULINARISCHEN ERBE ÖSTERREICHS zu bewegen. Ich freue mich daher sehr, Ihnen heute - quasi als Taufpate - die ersten Exemplare - von insgesamt 60.000 - des Gemeinschaftsprodukts von FALSTAFF und GAULT MILLAU zu überreichen.

Was ist das KULINARISCHE ERBE Österreich? Das ist ein Verein aus engagierten Menschen mit Ferry Maier als Präsident an der Spitze, denen die traditionelle österreichische Kochkultur ein Anliegen ist.

Im Mai 2016 haben wir daher gemeinsam die "Charta Kulinarisches Österreich" ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative sollen Akteure aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Tourismus motiviert werden, innovative Interpretationen unserer traditionellen Speisekultur umzusetzen. Und damit Österreichs kulinarischen Weg zur Weltspitze bereiten.

Auch in der Gastronomie hat Österreichs kulinarischer Weg im Lauf der Jahrhunderte ein Erbe entstehen lassen, das Teil unserer Alltagskultur geworden ist. Bei Dorffesten, in Feinkostläden, Gasthäusern und Kaffeehäusern, in Buschenschanken oder beim Heurigen, am Würstelstand, beim Bäcker, Fleischer, Konditor oder beim bäuerlichen Direktvermarkter: Überall genießen wir die Schätze aus Österreichs Küchen.

Das sind unsere kulinarischen Wurzeln und wir blicken mit Stolz auf unsere Genuss-Geschichte der letzten zweihundert Jahre. Es gibt eine Wiener Küche, aber es gibt auch eine Österreichische Küche. Beide sind wie kaum eine andere Küche Europas von den ehemaligen Kronländern beeinflusst. Kulinarisch hätte die EU damals schon gut funktioniert. Das Schöne an diesem KULINARISCHEN ERBE ist auch, dass es keinen Nationalismen unterlegen ist. Beim Essen und beim Genuss geht es nicht um Politik, wirtschaftliche Interessen oder ethnische Vorurteile. Man könnte auch sagen: "Die beste Integration geht durch den Magen!"

Einer Studie zufolge kaufen über 70 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehrmals im Monat regionale Lebensmittel, 50 Prozent sogar wöchentlich.

Regionale Herkunft von Lebensmitteln und ihr bäuerlicher Ursprung haben beim Konsumenten in den vergangenen Jahren deutlich an Stellenwert gewonnen. Diesen Trend gilt es weiter zu verstärken, denn regionaler Konsum sichert nicht nur Genuss, sondern auch Arbeitsplätze. Deswegen habe ich 2017 einen Schwerpunkt auf die Regionen gesetzt.

Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher leben im ländlichen Raum. Von der Kulinarik bis zum Tourismus ist Regionalität gefragt wie nie zuvor - trotzdem zieht es immer mehr Menschen in die Städte. Umso wichtiger ist es, dass wir den ländlichen Raum fit für die Zukunft machen. Unsere Regionen brauchen Chancengerechtigkeit und neue Perspektiven. Für einen lebendigen ländlichen Raum müssen alle an einem Strang ziehen: Bund, Länder, Gemeinden und vor allem die Bürgerinnen und Bürger.

Damit werden Wertschöpfungsketten gestärkt und alle Beteiligten, vom Bauern bis zum Gast - aus dem In- und Ausland, profitieren davon. Das wird uns ganz im Sinne der Charta Kulinarisches Österreich helfen, den Weg an die Weltspitze der Kulinarik erfolgreich zu gehen - Ganz im Sinne "Best of Regionen"